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Über

Dieser Blog ist mein Projekt für ein Seminar meiner Uni. Meine Intention ist es soviele verschiedene junge Schreiber zu sammeln und ihre Werke hier in diesem Blog für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen um auch junge, unbekannte Literatur in Szene zu setzen.

Die Mitschreiber an diesem Blog sind keine Goethe und Schiller, sie verkaufen auch noch keine Bücher in Läden. Für die Inhalte sind alleine die Schreiber verantwortlich, für die Verwaltung des Bloges bin jedoch ich Christine Hirsch alias Eren verantworlich.

Es würde nicht nur mich, sondern auch die Schreiber freuen, wenn viele ihre Werke lesen. Lasst die Worte nicht sterben, denn mit ihnen stirbt unsere Kultur und mit der Kultur der Menschen stirbt der Mensch selbst. Erhaltet den Menschen und seine Sprache am Leben, lest selbst wenn das Gelesene aus der Feder unbekannter stammt, denn diese noch Unbekannten sind später unsere Zukunft.

 



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Blog

Klavier

Eine weiße Taste,
Aus Ebenholz und dazwischen schwarze Stellen.
Alles glänzt,
scheint rein.
Doch....

Doch....
Was ist die wahre Reinheit?
Der Glanz?
Iie, keine Glanz ist rein.

Was ist Rein?
Die Liebe, die an diesen Tasten saß?
Die Liebe, die mit Blut jede Note auf ein Blat schrieb?
Reinheit.

Nein es war nicht die Liebe.
War es der Tod?
Der Tod, den die Liebe starb?
So schön und unbescholten.

In zwei Teile geteilt,
so das man sie zusammensetzten konnte.
So legte ich diese Liebe in eine blutige Spur.
Das war schön,
aber nicht rein.

Nein der Tod war es nicht.
Denn ich machte mir die Finger schmutzig.
Beschmiert spielte ich die roten Noten.
Die geliebten Noten und lauschte.

Nun ist auch das glänzende Elfenbein beschmutzt.
Doch...
dass ist nicht schlimm.
Ich bin beschmutzt,
die Liebe ist beschmutzt,
und so auch das Elfenbein.

Doch was blieb von alledem wirklich rein?
Der Klang.
Der Klang, den das Elfenbein hervorbrachte.
Kein Blut haftete daran.
Sie war rein.
Die Musik.

Also blieb die Musik der Liebe rein,
das warn die Worte...
Klänge die seine Botschaft waren.
Mir Tränen in die Augen trieben.
Sie waren,
Das ENDE.
Eren am 31.10.08 12:35


Stimmen verblassen

Die Erde wäscht sich rein
Auch sie kann ohne dich nicht sein
Der Regen erzählt von dir
Du bist nun weit fort von hier

Ich gehe taumeln durch die Straßen
Lasse die Stimmen verblassen
Die Menschen sehen mich an
Doch sie sehen eben nur,was man sehen kann

Auch wenn Menschenleben verblassen
Hast du mich nicht alleingelassen
Du bist noch immer hier

In meinem Herzen gerinnt das Blut
Doch ich fühle keine Wut
Ich bin froh,dass du erlöst bist
Und ich weiß,dass der Tod nicht zum Fürchten ist

 

Written by Ikue

Eren am 30.10.08 00:23


Eine nette Erinnerung

Ein Blütensturm legt sich über den Park. Die Kirschblüten, die vor ein paar Tagen die Bäume schmückten, fielen. Die Schönheit der Natur verging. Sie verging wie alles was verging. So wie meine Liebe. Und übrig bleiben nur die Erinnerungen. Schöne Erinnerungen. Traurige.

Ich erinnere mich, wie wir uns hier im Garten der Kirschblüten trafen. Es war eine Sternklare Nacht. Der Mond schien und machte aus unserer Liebe eine mysteriöse Romanze. Schon damals trieb der Kirschblütensturm sein Unwesen, doch uns verschonte er. Es war einfach unbeschreiblich, was ich in diesem Moment empfand. Ich fühlte mich zu dir hingezogen. Schon dein Anblick löste in mir ein pures Glücksgefühl aus. Doch... Nein ich will weiter in den Erinnerungen schwelgen. Sie wird nicht wie ein Traum zerplatzten. Ich kann in ihr leben solange ich will. Wieder und wieder kann ich den Kuss mit dir erleben. Ich kann immer wieder deine Berührungen auf meiner Haut empfinden. Nie wird es enden. Diese Erinnerung wird für immer mir gehören.

Schwer atmend lagst du nackt auf mir, im Gras, neben dem Kirschblütenbaum. Deine Haare klebten an deiner Stirn und du sahst mich mit durchdringenden, liebeserfüllten Augen an. Ich spürte deinen warmen Atem auf der Haut und genoss noch die Ekstase, in die wir unsere Liebe umgewandelt hatten. Noch immer spüre ich jedes einzelne Haar, von dir, zwischen meinen Fingern. Es will nicht enden, es wird nicht enden, denn für diesen einen Augenblick wirst du immer mir gehören. Für immer.

Du könntest noch mir gehören. Nicht nur in meiner Erinnerung. Doch du wolltest es nicht. Du verließt mich. Du ließt dich unter dem Platz unserer Liebe begraben. Deine Lippen versprühen nicht mehr diese wärme, diese Sehnsucht, diese Gier mich zu besitzen. Eine Kugel ließ dein Herz erkalten und erstarren. Du bist kalt... Wie Stein. Unerreichbar. Niemals wieder wird auch nur noch eine schöne Erinnerung mit dir entstehen.

Nein!!! Ich liebe dich. Ich werde dich lieben, für immer. Ich werde leben. Ich werde mich erinnern und bei dir bleiben. Irgendwann werde ich mich als Kirschblüte im Schein des Mondes zu dir legen. Ich werde als Mensch neben dir erwachen, deine Liebe spüren. Die neuen schönen Erinnerungen werden die alten überspielen, denn wir sind dann wieder vereint. Für immer. Nichts wird uns dann mehr trennen. Wir werden füreinander dasein, und den anderen mit liebevollen Küssen ertränken. Wir werden wieder eins sein. Du und ich, wir werden beide leben und unserer Liebe neue Erinnerungen schenken. Hier an diesem Ort im Kirschblütensturm, in der Nacht. Und nur der hell leuchtende Mond wird unser Zeuge sein. Ein Zeuge, der uns später an ein ewig währendes Versprechen erinnern wird.
Eren am 14.11.08 15:15


Angel

Wir brauchen einen Engel,
keinen gefallenen.
Rein und klar,
wie die Nacht.
Eine Nacht in der wir leben.
Berührt von Gefühlen.


Wir brauchen einen Engel,
keinen kämpfenden.
Friedvoll und schön,
wie die Kirschblüte.
Eine fallende Kirschblüte im Regen.
Berührt von Harmonie.

Wir brauchen einen Engel,
keinen von Gott.
Real und Fassbar,
wie der schönste Traum.
Einen Traum der wahr wird.
Berührt von Freude.

Wir brauchen keine Dämonen,
davon haben wir genug.
Streit und Hass,
wie der Krieg.
Ein Krieg in dem wir alle sterben.
Berührt von Tod.

Wir brauchen keine Menschen,
das sind wir schon.
himmlisch und teuflisch,
wie ein Engel und ein Dämon.
Ein Mischwesen, was von der Dunkelheit regiert wird.
Berührt von Musik.

Wir brauchen Musik,
durch sie zeigen wir wer wir sind.
Trauer und Liebe.
Zorn und Freude.
Leid und Friede.
All das macht sie aus.
Doch gespielt von Engeln,
lebt was Tod wäre.

Verraten wir sie wegen Gier,
verraten wir den Engel in uns.
Geben dem Dämon die Macht,
und lassen die, die uns liebten leiden.

Lass mich dein Engel sein,
ich will dich nicht verraten.
Ich will dir nur zeigen,
wer ich wirklich bin.
Denn erst durch die Musik erwacht der wahre Engel...
In mir...
und dir.
Eren am 29.10.08 01:10


Katzenfrau

Mein Miauen dringt durch die Straßen. Es klingt verzweifelt und doch lieblich. Doch niemand vernimmt es. Wer will schon eine ausgesetzte Katze wahrnehmen? Noch immer warte ich auf die Person, die mir den Schnee aus dem Fell streicht und mir ein zu Hause gibt.

Ich sehe es, fühle es. Ich liege eingerollt auf einem weichen Teppich, der sich über den Boden erstreckt. Er ist wollig war. Und neben mir sitzt dieser große schlanke Mann, der mich zärtlich streichelt. Ich genieße seine Streicheleinheiten, denn ich liebe ihn. Und er liebt mich, zumindest gibt er mir Schutz und Wärme. Selbst wenn er arbeitet. Doch um ihn für eine gewisse Zeit zu entspannen, verlange ich nach etwas Aufmerksamkeit. Ich bin kein dummes Tier, ich bin wie ein Mensch. Ich kann denken, fühlen und verstehen. Doch niemand außer ihm hat das verstanden. Und er behandelt mich wie seine Geliebte.

Abends wenn er schläft, lege ich mich neben ihm und gebe ihnen einen sanften Kuss. Er lächelt dann meist und nimmt mich in seine Arme: In diesen Augenblicken ist mein Wunsch eine Menschenfrau zu sein am Größten. Doch würde er mich als Mensch genauso lieben? Vielleicht. Meine Gefühle für ihn wären nicht anders.

Vor kurze sind wir umgezogen. In ein Haus mit einen offenen Kamin. Und dort hat er mich betrogen. Er nahm eine dieser Menschweiber zu sich in sein Bett. Ich war nur noch Luft. Tagelang starrte ich traurig in das Feuer des Kamins. Einsam, erfroren… Ich wollte Wärme spüren. Wärme wie die, die von den Flammen kam. Es sprach mit mir, wollte mich wie er wärmen, dass Feuer im Kamin. Vorsichtig folgte ich seiner Stimme, ging ins Feuer und rollte mich dort ein. Mein Liebster hatte mir das Herz gebrochen. Nur das Feuer liebte mich noch. Es umhüllte mich, gab mir Wärme, sehr viel Wärme. Nur mein Maunzen drang noch an die Umgebung um mich rum und entfloh mit dem schwarzen Rauch aus dem Schornstein. Hin zu meinen Schwestern.

Ein letztes Mal öffne ich meine Augen. Mein schwarzes Fell ist immer noch von weißem Schnee bedeckt. Wie in einer Decke gehüllt liege ich da. Ich weiß, dass er irgendwo da draußen nach mir sucht und mich nun nicht finden wird, weil es zu spät ist. Ich weiß, dass er sich nach mir sehn, doch nun muss er auf das nächste Leben warten. Bis zu diesem Treffen, werde ich alle Erinnerungen an ihm in meinen Träumen wiegen und die letzte Kälte aus meinen Knochen vertreiben. Ich fühle, wie die Flammen um mich greifen, mir wird warm. Bald bin ich Asche, ich muss nur noch die Augen schließen, dann kann ich schlafen und mich erinnern. Als ich die Augen schließe, höre ich ein letztes Mal seine Stimme, die sanft meinen Namen flüstert. Er drückt mich liebevoll an sich und heißt mich in der neuen Welt willkommen.
Eren am 14.11.08 15:15


Unantastbar

Das folgende Gedicht hat eine Freundin von mir geschrieben. Wem es gilt hält sie geheim, dennoch ist deutlich der Ausdruck einer großen Leidenschaft zu spüren.

 

Überschüssig

Ich fühle mich nicht wertvoll
auch wenn der Regen immer wieder vorüberzieht
auch wenn die Wolken vergehen
Ihr könnt sagen was ihr wollt
Ich werde nicht hören
weil diese Person mich verlassen hat

Unerreichbar

Zu weit weg erscheint mir dein Herz
ich könnte danach greifen,bis ich verrotte
aber wozu all der Aufwand?
bin mit meiner Kraft am Ende...

Ungeliebt

warum war ich nicht tot geboren?
muss das sein?
ein Leben das einen zugrunde richtet?
kann ich nicht gebrauchen...
Alle Menschen haben Herzen
Auch ich habe eines
Alle Menschen bekommen das Herz eines anderen
Ich bekomme keines

Unsinnig

Meine wirren Worte versuchen dich zu erreichen
Ich will nicht,dass andere sie verstehen
aber du willst nicht hören
was bleibt mir anderes übrig,als anderen von meinem Schmerz zu erzählen?
kannst du mir das verraten?

Unantastbar

Du hast dein Leben vielleicht bald hinter dir
Mal sehen...
Ich beobachte dich fortwährend,verstehst du?
Hast du nie bemerkt,nicht wahr?
Soll mir Recht sein...

 

Written by Ikue 

Eren am 28.10.08 13:07


Köpft sie

Dieses Bild ist wieder eins von der Künstlerin Misha. Erneut stammte der Text von Eren. Es ist zwar nur ein Kurzer Text mehr ein kleiner Gedankengang als eine geschichte selbst, dennoch wurden hier Worte in ein Bild gefasst.

Die Welt ist perfekt. Zum Schweigen verdammt. Niemand wird sie sehen diese schöne Welt, in der wir wirklich leben. Wir sind alle ferngesteuert, blind, stupide. Niemals werden wir begreifen, was wir zerstören, das wir einen Teil von uns zerstören. Und nun jammern wir. Jammern über die Folgen, die nicht exestieren würden, wenn wir ihre Schönheit erkannt hätten. Sie ist unsere königin und wir ihre soldaten. doch wir, haben rebelliert, sie gestürzt. Die Welt, unsere Marie Antoinette auf dem Schafott. und zusammen halten wir im einklang das Seil für das Beil. jeder einzeln lässt es los. Doch nicht alle, die die ihre Schönheit erkannten haben die Kraft dieses Beil zu halten. Sie verlassen die Kräfte und das Beil jagt erbarmungslos gen Ende zu. Doch was wir nicht sehen, auch die Welt hält ein Seil. Doch für uns wird nicht das Beil der Tod sein, sondern ein Amboss, auf dem wir geschmiedet wurden. Obwohl das Blut überall verschüttet ist, und irgendwo ein Kopf seelenruhig den Berg runterkullert, wird jeder gemerkt haben, das die Welt gewonnen hat. Auch sie lächelt, während ihr Kopf dem Abgrund entgegen rollt. denn sie weiß um ihren Sieg und feiert ihn mit ihrem gereinigten selbst.

 

Eren am 28.10.08 13:01


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