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Gründung einer Gilde

(Kleiner Engel Talitha) Als die Tür zur Schencke mit einem Schlag auf ging und ein grober Wind die Insassen packte, hörte man ein leises Fluchen, von irgendeinem Lumpenpacket, welches auf seinem Stuhl saß und seine Ale trank. Mit der Kraft wie die Tür aufgeschwungen war, würde man glauben, dass nun ein großer und starker Mann eintreten würde, aber am Türeingang sah man nur die Silhouette eines kleinen Mädchens. Äußerlich sah sie aus wie 13 Jahre alt, als sie einen Schritt hinein wagte, wollte der Wirt sie sofort wieder rausschmeißen, da hier keine Kinder etwas zu suchen hatten. Aber er stoppte auf seinem Weg zu ihr hin, als er ihre kleinen schwarzen Flügel sah, auch ein Blick von Talitha genügte, um den Wirt wieder an seine Arbeit gehen zu lassen, zwar murrend, aber Talitha konnte nun ihrer eigentlichen Absicht nach gehen. Sie schritt fast schon ehrwürdig an den Insassen vorbei, welche ihr hinterstarrten. Sie hatten wahrscheinlich noch nie einen Engel gesehen, dachte sich Talitha und lächelte jedem warm zu, wessen Blick sie auch erhaschte. Ihr weißes makelloses Kleid wehte leicht vom Wind, den ihre Bewegungen machten und ihre dunkelblonden Haare waren heute mit einem Haarreifen zusammen gehalten. An einem Tisch angekommen setzte sie sich hin, und schüttelte den Kopf, als jemand kam um ihr etwas zu trinken zu hohlen. Nein, deswegen war sie nicht da, ihr Blick war auf die Tür gerichtet, sie erwartete etwas, jemanden... der wahrscheinlich noch gar nicht wusste, dass sie erwartet wurde...

(Diva Eren) Mit ihrer Harfe in der Hand betratt Eren die Schenke. Sie wollte heute wieder etwas Gold verdienen, der Wirt hatte es ihr ja auch angeboten das sie für ein Bett und eine warme Mahlzeit spielen durfte. Deswegen hatte sie sich heute dazu entschlossen sein Angebot anzu nehmen, da ihr Gold sich langsam dem Ende neigte und der Wind sie immer noch hier verweilen lies. Sie sah sich unsicher in der Schenke um, einige der Männer kannte sie bereits, sie waren schon öfter hier gewesen während sie gespielt hatten und des öfteren ließen sie in ihrem Alkoholrausch auch obzöne Bemerkungen fallen, die sie allesamt ignorierte. Und doch sah sie da noch jemanden, den Engel, sie starrte direkt in ihre Richtung. Eren´s Herz klopfte bis zum Hals, starrte sie wirklich sie an? Sie bekam es leicht mit der Angst zu tun, wieso sollte man auf sie warten. Ganz ruhig Eren. Du sollst dir nicht zuviel einbilden. Langsam ging Eren an Talithas Tisch. Seid gegrüßt junges Fräulein, was treibt euch an diesen rauhen Ort, an dem Alkohol und Sündhafte Träume wohnen?

Kleiner Engel Talitha sah immer noch zu Tür, als sie kurzer Zeit später tatsächlich wieder geöffnet wurde und eine bekannte Person eintrat. Fast schon überraschte sie dies. Sie wusste nicht auf wen sie hier warten sollte, sie wusste nur, dass sie dies tun sollte... Aber als dann diese Sängerin, oder besser Geschichtenerzählerin eintrat, musste diese es sein. Sie lächelte warm und suchte ihren Blick, den sie auch bekam... sie war wieder so unsicher, wie bei ihrer ersten Begegnung und Talitha wusste, dass sie vorsichtig sein musste, damit ihr Gegenüber keine Angst bekommen würde. Als diese zu ihrem Tisch kam, lächelte Talitha wieder warm. Nennt mich doch Talitha, bitte... Ihr braucht nich so förmlich mit Ihr sprechen. meinte Talitha und schmunzelte amüsiert, als sie ihr dann einen freien Stuhl an ihrem Tisch anbot. Setzt Euch doch, wenn es Eure Zeit zulässt. schlug sie vor. Ja,... wie sollte sie erklären, was sie hier wollte... sie konnte schlecht sagen, dass ihre Intuition sie gelenkt hatte, oder das wahrscheinlich Gott ihr gesagt hatte, dass sie hierher kommen sollte... Sie schaute ihr Gegenüber an und murmelte dann: Ich bin wegen Euch hier... Talitha konnte einfach nicht lügen, egal was aus ihrem Mund stammte, entsprach der Wahrheit, oder zumindest die Wahrheit, die sie für wahr annahm. Ich weiß selber nicht warum... aber das Schicksal hat uns heute hier zusammen gefügt, und hat irgendetwas mit uns vor. versuchte Talitha es etwas zu verdeutlichen, damit sie keine Angst vor ihr bekam.

Diva Eren setzte sich zu Talitha, dem Wirt ein zeichen gebend, dass es etwas dauern würde was das spielen anginge. Sie war nun neugierig, wollte wissen was Talitha wollte. Wegen mir? ich bin nichts besonderes, nur eine Reisende Geschichtenerzählerin. Warum solltet ihr wegen mir hier sein? Sie flüsterte leise, wollte sie doch nicht, dass die Männer etwas mit bekamen. Vielmehr spürte sie deren Blicke auf ihren Rücken, Blicke die sie fast schon auszogen, doch ihr war es egal, sie konzentrierte sich auf Talitha. Vielleicht naja... Ich habe wohl vor mich hier für längere Zeit nieder zu lassen und ich habe bemerkt, dass die Geister der Natur nicht zusammen halten. Eine Gilde fehlt ihnen, die sie zusammen fügt, ein Zu Hause gibt. Irgendwie konnte sie dem kleinen Engel nicht mehr mißtrauen, selbst wenn seine Flügelchen Pech schwarz waren.

(Kleiner Engel Talitha) Ein Schmunzeln entglitt ihrem Gesicht, welches sofort wieder verschwand, und fast schon Entsetzen wich: Jedes einzelene Wesen ist besonders. In jeder seiner Art. Ihr könnt nicht von Euch selbst so schlecht denken. Ihr seid ein Lebewesen, ein denkendes Wesen, was allein an sich schon ein Wunder ist. Ihr seid eine gute Seele, dass erkenne ich sofort... Sie wischte sich kurz durchs Gesicht um wieder ein herzliches Lächeln aufzusetzen. Bei ihren nächsten Worten war Talitha etwas überrascht, da sie soetwas nun gar nicht erwartet hatte, aber die Überraschung war dann umso schöner. Selbst dieser Gedanke allein reicht aus um Euch zu etwas besonderem zu machen. Ihr denkt zuerst an die anderen und wollt etwas errichten, damit es denen besser geht, ihr wollt Eure Arbeit in etwas stecken, dass wahrscheinlich mehr den Naturgeistern hiflt, als Euch selbst. Sie lächelte wieder amüsiert, aber begeistert. So viel Güte und Selbstlosigkeit war selten in diesen Zeiten, und dies musste umso mehr unterstützt werden, und umso mehr geholfen werden. An was genau habt Ihr denn gedacht?

(Diva Eren) Schon lange hatte sie mit den gedanken gespielt eine Gilde zu gründen, schließlich war es der Wind gewesen, der sie ins Gildenviertel geführt hatte. Sie hatte alle Gilden in Augenschein genommen, doch etwas fehlte ihr dort. Es gibt Gilden die das Dorf beschützen, neutrale Gilden, Gilden die zu irgendwelchen Göttern stehen. Gilden die Licht und Dunkelheit vereinen. Aber Es gibt keine Gilde, die nur für die Naturgeister ist. Ihr versteht mich hoffentlich nicht falsch, jedem steht es frei eine Gilde für sich zu wählen, aber ich befürchte das Naturgeister sich sonst bekämpfen wenn die Gilden Krieg beginnen. Ich würde gerne eine Gilde gründen um die Naturgeister zu vereinen, ihnen Schutz zu geben und somit auch die Natur zu schützen, ich weiß das Licht und Dunkelheit auch Wesen der Natur sind, für mich gibt es daher kein Gut und böse. Ich will eine Gilde gründen in denen die Geister der Natur frieden und Harmonie und Einheit finden. Ohne Menschen, ohne Lycaner oder Vampire. Ohne Wesen die die Natur eins nicht von selbst geschaffen hat. Für Eren war es schwer das zu formulieren was sie sagen wollte, klang es doch alles komplizierter als sie es eigentlich meinte.

Kleiner Engel Talitha hörte aufmerksam zu und man sah ihr deutlich an, dass sie immer glücklicher wurde bei jedem Wort, welches ausgesprochen wurde. Ja, diese Frau vor ihr war in der Tat selbstlos und gütig. Talitha setzte ein ernstes Gesicht auf und schaute sie an: Ihr habt ein reines Herz. Ihr glaubt, dass Ihr nichts besonderes seid, aber das was Ihr zu tun gedenkt, ist mehr als etwas besonderes. Findet mal jemanden der so etwas tun würde, ohne an sich selbst zu denken. Ich finde, dass Euer Vorhaben auf jeden Fall unterstützt werden muss, bis zu den Grundmauern Eurer Idee. Sie lächelte. Ich biete hier und jetzt meine Hilfe an, damit Ihr nicht allein da steht, wenn Ihr die Hürden einer solchen Einreichtung vor Euch seht. Talitha stockte kurz, ehe sie aber wieder ihr Lächeln aufsetzte. Eigentlich durfte sie als Engel sich nicht in solche Sachen einmischen und aktiv mitagieren... Sie musste neutral bleiben und nur von außen helfen. Dies übertrat schon fast ihre Grenzen... aber dafür war es ihr wert. Das Schicksal hatte sie zusammengeführt... Gott hatte sie hier her geschickt, also musste dies einen Sinn haben. Sie musste Eren helfen, damit auch ihre Vorstellung von der Zukunft der Naturgeister in die Tat umgesetzt wurde. Ich biete Euch nicht nur meine Hilfe an, Ihr steht ab sofort unter meinem Schutz, damit die Wesen der Dunkelheit, oder die Gegner aller Naturgeister, oder die der Natur selbst, Euch nicht in die Quere kommen. Auch dies war ein wager Schritt, aber Talitha würde dies einfach als allgemeinen Schutz der Lebewesen der Erde bezeichnen, wenn sie auch bei Eren ein wenig weiter gehen würde, als sonst.

Diva Eren lächelte Talitha freundlich an. Ich danke euch für eure Hilfe, ihr habt volles Mitspracherecht als Mitgründerin. Ich werde sobald ich Gold und Edelsteine beisammen haben die Gilde öffnen und euch eine Taube zukommen lassen. Und natürlich werde ich euch auch schützen. Sie wusste das sie eigentlich keinen Schutz brauchte denn sie wurde schon vom Wind beschützt, oft genug hatte sie das mit erlebt. Und sie wusste auch das der Wind jene schützte, die ihr freundlich gesinnt waren, so auch Talitha.

(Kleiner Engel Talitha) Mit großen Augen sah sie Eren an und lächelte. Sie war für einen kurzen Moment dazu verleitet dies abzulehnen, da sie sich dann wirklich sehr einmischen würde in das Leben der Wesen... aber sie nahm dann doch an: Es wäre mir eine große Ehre. sagte sie und stand auf, um sich aus Höflichkeit zu verbeugen. Dies musste für einen neutralen Beobachter grotesk aussehen, dass sie ein Engel verbeugte. Als die Tür sich wieder öffnete zuckte Talitha kurz zusammen, sie wollte eigentlich noch etwas bleiben, vor allem jetzt um mit Eren zu bereden, was genau sie machen wollten... aber sie wurde gebraucht. Verzeiht mir... aber das Schicksal ruft mich schon wieder... Talitha verbeugte sich ein weiteres mal und lächelte ein letztes Mal freundlich ehe sie aus der Tarvene gleitete.

Diva Eren nickt Talitha freundlich nach und steht dann ebenfalls auf um ihrer Arbeit nach zu gehen. Sie hoffte sie würde etwas Trinkgeld bekommen, davon würde sie einiges zur Seite legen um die Gilde der Naturgeister zu gründen. Und so spielte sie lange, bis sie zu Müde war und sich aus der Schenke in ihr Zimmer begab.

25.10.08 02:41
 


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