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Eine Geschichte ohne Änderungen

Was tue ich hier, ich sitze da, schaue aus meinem Fenster, welches von der verdunkelt ist, und stelle mir den klaren Mond vor. Er scheint auf die Dächer der Stadt, hüllt sie ein mit seinem sanften Licht und lässt mich weinen. Was bilde ich mir ein? Ich sehe etwas vor mir, was nie so sein wird. Neben mir der Manga, der mich auf diese dumme Idee brachte. Ich halte es ohne ihn kaum aus. Er ist mein ein und alles, der Grund warum ich lebe, warum ich noch einen Fuß in dieser Welt halte. Doch ich weiß, dass alles anders ist, dass es niewieder so sein wird. Oh Rarel…. Warum können wir die zeit nicht einfach zurückdrehen und da weitermachen wo alles geendet hat. An dem Tag, als du starbst. Können wir deinen Tod nicht einfach auslöschen, wie man das schlechte Ende einer Geschichte ändern kann? Doch ich kenne deine Worte, ich weiß was du sagen würdest und das zerreißt mir das Herz. Doch ich werde in jeder Zeile deine Worte verwirklichen. “Selbst wenn eine Geschichte schlecht ist, darf man sie nicht ändern. Nicht die Figuren sind Schuld an dem schlechten Ende, sondern der Gott, der es schrieb. Wenn du Fehler machst, sei wenigstens ein ehrlicher Gott und versuche sie nicht zu vertuschen.”

Hast du dein Ende auch so gesehen? Vielleicht. Du hattest die Gewissheit, dass du mich alleine lassen würdest. Du hattest die Gewissheit, dass ich weinen werde, doch hattest du auch die Gewissheit, dass ich nur dich lieben werde? Rarel, ich kann niemanden außer dir liebe, seit ich weiß, dass es dich gab, und dass du vielleicht lebst. Ich kann auch niemand anderen lieben, denn du bist der einzige für mich. Du wirst auch immer der einzige für mich sein. Deswegen werde ich auf dich warten. Dieses Leben lang, das nächste Leben lang und alle Leben die noch kommen mögen. Du bist es einfach wert zu warten und einsam zu sein.

Selbst wenn du in den nächsten Leben erneut zu einem Vampir wirst und mich vergisst. Selbst dann werde ich warten. Du könntest vor mir stehen und mich unwiderstehlich anlächeln. Du könntest deinen Charme verbreiten nur um mich schwach zu machen. Das müsstest du nicht, denn ich würde mich dir immer unterwerfen. Selbst wenn du dich in meine Halsbeuge versenkst und mein Blut genießt, werde ich nicht schreien. Ich würde einfach nur lächeln, dich in meine Arme schließen und diesen einen, vielleicht für mich letzten Moment genießen, denn ich weiß dann, dass ich dich ein letztes Mal sehen durfte. Ich weiß aber, dass mir wegen diesem kurzen Wiedersehen Tränen von den Wangen rinnen würden, die sich mit meinem Blut vermischen und dir zeigen wie sehr ich litt, weil du nicht bei mir warst. Du wirst keine einzige Träne verstehen, weil du vielleicht nicht mehr dasselbe für mich empfindest, aber du wirst spüren, dass ich nicht aus Angst weinte.

Nein, ich werde nie aus Angst vor dem Tod weinen. Der Tod gehört zum Leben egal wie, er ist wie in einem guten Roman vorherbestimmt. Ich werde das Ende so stehen lassen, weil meine Figuren nichts für das Ende können. Schließlich war ich der Gott und konnte alles so bestimmen. Genauso möchte ich, das unser Gott, der unserer beide Geschichte schrieb, dass Ende so belässt wie es ist, selbst wenn es kein Happy End ist. Selbst wenn in dem Ende steht, dass ich am Fenster saß und hinausblickte, mir den Mond durch die verdunkelten Scheiben einbildete und sah wie er die Stadt mit seinem sanften Licht bedeckte. Vielleicht steht dann auch geschrieben, dass ich an unser letztes Widersehen dachte und dich auf einem Dach im Mondlicht stehen sah, mit blutverschmierten Lippen. Dasselbe Blut, das immer noch aus einer Verletzung an meinem Hals lief und das Ende bedeutete.
14.11.08 15:15
 


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